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02.08.05

Harrys klingendes Museum erhält den Kunst- und Kulturpreis 2005 der SPD Schwarmstedt

Musik als Nahrung für die Seele

Wer durch Harry Natuschkas Haustür schreitet, betritt eine andere Welt: An der Neustädter Straße in Schwarmstedt liegt im Verborgenen ein Musiksalon im Stil der Jahrhundertwende in dem rund 50 Raritäten  mechanischer Klänge auf neugierige Ohren warten. Die Privatsammlung präsentiert von der weltweit einzigen erhaltenen Sinfonion-Zitter bis zum selbstspielenden Flügel außergewöhnliche Schätze, die in Norddeutschland ihres Gleichen suchen. Jetzt würdigt die SPD Schwarmstedt Harry Natuschkas Engagement mit der Verleihung des Kunst- und Kulturpreises.

Harry Natuschka (3. von rechts)Schwarmstedt. Wenn Harry Natuschka durch seine Sammlung schreitet, hier an einer Kurbel dreht, dort auf einen Knopf drückt, dann erfüllt ihn der pure Genuss. Mechanische Musikinstrumente aus mehreren Epochen und gesellschaftlichen Schichten, restauriert und zum Klingen erweckt, sind seit 20 Jahren seine große Leidenschaft. „Es ist eine Musik, die anrührt, die Nahrung für die Seele bietet“, gerät der dreifache Familienvater ins Schwärmen. „Die Klänge sind für mich ein Ruhepol, aus dem ich Kraft schöpfe, wo ich Ruhe und Entspannung finde.“Seit sechs Jahren lebt Natuschka in Schwarmstedt, seit fünf Jahren öffnen sich mehrmals in der Woche die Türen zu „Harrys klingendem Museum“ – mal kommen in der Woche zwei, drei Leute und wünschen eine Privatführung, manchmal führt der Hobby-Restaurator ganze Reisegruppen durch seine gute Stube. Der verborgene Schatz im Einfamilienhaus darf nur auf Anfrage entdeckt werden, und genau das macht den Reiz der Sammlung aus: Besucher erwartet kein steriles Großmuseum, sondern eine exklusive Zeitreise durch die Welt mechanischer Musikinstrumente, persönliche Führung immer inklusive. Mehrere tausend Besucher, so schätzt Harry Natuschka, haben sein Piano Melodico, seine verschiedenen Polyphone oder seine Karussellorgel in den vergangenen Jahren bereits gesehen. „Geteilte Freude ist die beste Freude“, will er seine Liebe zur Musik an andere weitergeben.

Selbst Gäste von anderen Kontineten konnte Natuschka schon begrüßen – wer in Schwarmstedt Besuch bekommt, führt seine Gäste nicht selten zu Natuschka. Die Schwarmstedter Sozialdemokraten wollen mit der Verleihung des 10. Kunst- und Kulturpreis laut Vorsitzendem Björn Gehrs noch mehr „Öffentlichkeit und Bewusstsein schaffen“ für den musikalischen Kleinod an der Neustädter Straße, der weit über Schwarmstedt hinaus wirke.

Rede von Frau Monika Griefahn, MdB anlässlich der Preisverleihung an Herrn Harry Natuschka

Informationen zu Harrys klingendem Museum sind auch im Internet zu finden: http://www.schwarmstedt.de/wDeutsch/buergerservice/kultur_freizeit_sport/museum/harrys_klin gendes_museum.shtml



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