Nach der Geburt 1933 im Raum Stade durfte Sauerwein nur
wenige Jahre unbeschwert erleben. „Geborgen“ habe er sich damals
gefühlt, auf dem Lande in der Familie mit vier Brüdern. „Doch
dann kam der Krieg – und alles wurde anders“, erzählte der
Preisträger im Uhle-Hof vor zahlreichen Gästen.
„Heimatbewusstsein“ habe er dennoch entwickelt – heute
profitieren die Schwarmstedter davon. Denn der gelernte Molkereimeister
interessierte sich für die lokale Geschichte seiner „neuen“ Heimat
und machte sich auf die Suche nach Verborgenem. Schlüsselerlebnis:
Die Ur-Ur-Großmutter war in Schwarmstedt geboren. Und Sauerwein
wollte den Einheimischen doch auch zeigen, dass er „dazugehört“.
Glück für die Region: „Für Kreative wird
der Beginn des Ruhestands zum Aufbruch“, erklärte der
langjährige Beauftragte für Denkmalpflege im Landkreis, Dr.
Gernot Erler, der am Freitagabend die Laudatio hielt. Ein „Sammler und
Jäger“ im besten Sinne sei Sauerwein, so Erler weiter. Als
„Jäger in kalten Kellerräumen“ habe er faszinierende „Beute“
gemacht: Historisches aus der Region, voller Geschichte und
Geschichten, voller Erkenntnisse und Erlebnisse. Schwarmstedt habe vor
allem ihm das historische Archiv als „Fundament für die
Schwarmstedter Geschichte“ zu verdanken, lobte Dr. Erler. Und er
forderte Sauerwein auf: „Machen Sie weiter.“
Der Preisträger selbst („Meine Frau Helia hat mich
so manches Mal mit der Nadel gepiekst“) lobte die Entwicklung im Ort.
Wenn es um Begriffe wie „Vaterland“ und „Heimat“ gehe, sei die Region
mit ihren Aktivitäten und dem Engagement fürs Ehrenamt auf
dem richtigen Weg. Dort könne man sich „wohl und geborgen“
fühlen. Und zum Schluss sprach er Samtgemeindebürgermeister
Hans-Wilhelm Frische direkt und humorvoll an: „Herzlichen
Glückwunsch, dass wir Schwarmstedt haben!“
Nach der Überreichung des Preises durch den 1.
Vorsitzenden der SPD Schwarmstedt Björn Gehrs und seinem
Stellvertreter Werner Bartsch fand ein gemütliches Beisammensein
im Uhle-Hof statt.
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