11.01.10
Interesse an eigenem Supermarkt in Buchholz ist groß
Buchholz. Das Interesse in der Bevölkerung an einem eigenen Supermarkt in Buchholz/Aller ist groß, wie sich auch am Donnerstag beim "Ortsgespräch" der SPD Buchholz / Marklendorf zeigte. Viele wünschen sich einen Supermarkt vor Ort, so wie er kürzlich auch in Lindwedel entstanden ist. Bereits zu Beginn machte der Buchholzer Bürgermeister Björn Gehrs die Standortvorteile deutlich, die für eine Ansiedlung in der Allergemeinde sprechen, denn Buchholz ist eine Gemeinde, in die in den letzten Jahren viele Menschen neu zugezogen sind und die weiterhin wächst. Zudem wäre ein attraktives Grundstück am Ortsrand direkt neben der vielbefahrenen Bundesstraße 214 frei und auch die Autobahn bringt weitere Kunden nach Buchholz, wie auch andere Gewerbeansiedlungen zeigten. Das eine solche Ansiedlung kein Selbstläufer ist, machte Günther Neelen von der Firma Bothmer Immobilien deutlich, der unter anderem die Gewerbeimmobilien "Am Mönkeberg" in Schwarmstedt betreut und als Experte Gemeinden bei der Ansiedlung berät. Das jetzt freie Grundstück direkt neben der Bundesstraße ist zwar die Grundvoraussetzung für eine mögliche Supermarkt-Ansiedlung. Allerdings sind nur wenige Handelskonzerne am Markt und hier ändern sich die Vorgaben ständig. Neelen ging auf die Strategie einzelner Konzerne ein und dies bedeutet vielfach, dass ein neuer Markt einen Einzugsbereich von 5.000 Einwohner haben muss, damit sich die Investition rentiert. Auch werden weitere Faktoren, wie beispielsweise die Entfernung zu weiteren Geschäften berücksichtigt, was im Fall Lindwedel einen Vorteil bedeutet hat. Einzelne Marktteilnehmer setzen aber inzwischen wieder mehr auf das Segment Nahversorgung, so dass hierin für Buchholz auch eine Chance liegen kann, später doch noch zu dem gewünschten Supermarkt zu kommen. Von der Größenordnung ist ein Markt mit 800 Qudratmetern Verkaufsfläche und mit bis zu 4000 unterschiedlichen Produkten realistisch. Der darüber hinausgehende Bedarf wird in Schwarmstedt abgedeckt. Samtgemeindebürgermeister Hans-Wilhelm Frische wies darauf hin, dass die Lindwedeler langem Atem beweisen mussten und es nach vielem Hin- und Her nach einem Jahrzehnt dann doch mit der Ansiedlung geklappt hat, wobei die Gemeinde Vorleistungen erbracht hat. "Den langen Atem haben wir Buchholzer auch. Wir haben es gerade beim Bau der Sport- und Mehrzweckhalle bewiesen", machte Björn Gehrs deutlich und so wird das Thema Supermarkt in Buchholz weiter auf der Tagesordnung stehen.
Zum Foto: Diskussion über Strategien zur Ansiedlung eines Supermarktes in Buchholz. v.l. Günther Neelen, Bürgermeister Björn Gehrs und Samtgemeindebürgermeister Hans-Wilhelm Frische.