27.08.09
Konzepte für betreutes Wohnen gesucht

SPD Schwarmstedt beschäftigt sich mit möglichen Modellen für betreutes Wohnen

Schwarmstedt. Wie kann der demografischen Entwicklung Rechnung getragen und betreutes Wohnen in Schwarmstedt vorangebracht werden? Deses Thema stand am Freitag auf der Tagesordnung der SPD Fraktion Schwarmstedt. Eine geeignete Fläche gibt es bereits, denn es besteht Übereinstimmung im Gemeinderat, dass die zentral und schön gelegene Fläche des ehemaligen Apfelgartens "Hinter dem Mönke" für betreutes Wohnen in Schwarmstedt genutzt werden soll. Ein solches Angebot, welches selbstbestimmtes Leben im Alter in einer eigenen Wohneinheit ermöglicht aber Betreuungsangebote und Gemeinschaftseinrichtungen vorhält, fehlt in Schwarmstedt und Umgebung. Schwierig gestaltet sich aber die Suche nach einem Investor, der dieses Vorhaben umsetzt. Dieser konnte trotz intensiver Arbeit der Verwaltung noch nicht gefunden werden.

Der ehemalige Apfelgarten im Gebiet Die SPD-Fraktion im Gemeinderat Schwarmstedt widmete sich deshalb auf ihrer ersten Fraktionssitzung nach der Sommerpause ausschließlich diesem Thema und möglichen Modellen. Eingeladen war Horst Lütjen, der als langjähriger Bänker Altenwohnprojekte bankseitig betreut und ihre Finanzierung organisiert hat. Horst Lütjen stellte die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten der Organisation und der Finanzierung einer solchen Einrichtung anschaulich dar. Denkbar ist einerseits –ähnlich wie aktuell in Walsrode im alten Astoria-Kino - der Bau einer solchen Anlage über einen privaten Investor mit anschließender Vermarktung über Eigentumserwerb. Insofern bleibt aber abzuwarten, ob im Hinblick auf die Renditeerwartungen von Investoren bezahlbarer Wohnraum für unsere Bürger im Alter entstehen kann.
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Lütjen stellte aber auch ein Genossenschaftsmodell (ähnlich einer Wohnungsgenossenschaft) vor, wo interessierte Bürger Genossenschaftsanteile erwerben können, aus denen letztlich der Bau der Anlage mitfinanziert wird. Die Bürger erhalten im Gegenzug die Möglichkeit, zu einem gewünschten Zeitpunkt auch die Wohnanlage nutzen zu können.

"Die SPD- Fraktion ist nicht auf ein Modell festgelegt. Wichtig ist, dass zunächst das Interesse der Bürger an einer solchen Wohnanlage und an ihrer Organisation ermittelt wird", betont Fraktionssprecher Wilhelm Mestwerdt. Einigkeit bestand deshalb in der SPD-Fraktion, den bereits publizierten Vorschlag des Gemeindedirektors Hans-Wilhelm Frische zu unterstützen, interessierte Bürger, aber auch potentielle Investoren und Mitglieder aus allen Ratsfraktionen an einen Tisch zu holen, um die verschiedenen konzeptionellen Möglichkeiten einer Anlage zum betreuten Wohnen zu erörtern und das weitere Vorgehen abzustimmen. Interessierte Bürger sollten sich daher weiter im Rathaus melden.

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